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Die Schwesterschiffe

Das im März 1794 verabschiedete Marinegesetz sah den Bau Bau von sechs Fregatten vor. Für die Schiffe gab es zunächst zwei Entwürfe. Vier Schiffe sollten als große 44-Kanonen-Fregatten gebaut werden, zwei als 36-Kanonen-Fregatten. Die Consitution gehört zu den drei größeren 44er Fregatten. Ihre Schwesterschiffe waren USS President und USS United States. Das vierte 44-Kanonen-Schiff wurde nicht als solches realisiert, sondern nach einem veränderten und verkleinerten Entwurf von Josiah Fox gebaut - dieses Schiff wurde Chesapeake genannt. Die 36-Kanonen-Schiffe waren Constellation und Congress

United States

United States, Gemälde von T. BirchUnited States wurde auf Joshua Humphreys' eigener Werft gebaut. Die Fregatte lief am 10. Mai 1797 in Gegenwart George Washingtons, der sie taufte, vom Stapel.  United States wurde als erste der sechs vom Kongreß bewilligten Fregatten fertiggestellt. Obwohl nach den gleichen Linien wie Constitution und President gebaut,  galt das Schiff zumindest in ihren jüngeren Jahren als der schwerfälligste Segler der drei 44er und erhielt den Spitznamen "Old Wagon".  Im Gegensatz zu Constitution und President besaß das Schiff bei Indienststellung eine Poop, die ihren Segeleigenschaften sicher nicht zuträglich war.  Das bekannteste Ereignis in der Karriere des Schiffs war das siegreiche Gefechte gegen die britische Fregatte Macedonian am 30. Oktober 1812.  1843 heuerte Herman Melville als Seemann auf der Fregatte an. Er verarbeitete seine Erfahrungen an Bord in der 1850 erschienenen Erzählung White-Jacket (deutsch: Weißjacke).  1861 fiel die in Norfolk liegende United States, mittlerweile militärisch weitgehend wertlos und in schlechtem Zustand,  den Konföderierten in die Hände und wurde als CSS United States übernommen. Sie diente allerdings nur als Kasernenschiff und schwimmende Batterie. Im Mai  1862 wurde sie als Barriere versenkt, später gehoben und schließlich 1865 abgewrackt.  

President

Der Stapellauf von President erfolgte aufgrund eines zwischenzeitlichen Baustops erst am 10. April 1800 in New York. Das Schiff soll der beste Segler unter den drei großen Fregatten gewesen sein.   USS President und HMS Little Belt. Am Vorabend des Krieges von 1812 war President in den Little Belt - Vorfall verwickelt. Während des Krieges von 1812 konnte President im Gegensatz zu den beiden Schwestern keinen aufsehenerregenden Sieg erringen. 1814 wurde die Fregatte von einem überlegenden britischen Geschwader gekapert. Obwohl die Briten das Schiff als Kriegstrophäe offenbar gerne in Dienst gehalten hätten, war die Fregatte zu verrottet, um eine Reparatur zu rechtfertigen.  Daher wurde das Schiff abgebrochen und ein Neubau in Auftrag gegeben, der dann als HMS President Dienst tat. Auf ähnliche Weise ersetzten die Amerikaner die von ihnen erbeutete Fregatte Macedonian durch einen Neubau, als sich eine Reparatur des alten Schiffs nicht mehr lohnte. 

  


Neben den 44er-Fregatten wurden die drei kleineren 36er Constellation, Congress und Chesapeake entworfen und gebaut. Sie sind keine Schwesterschiffe der Constitution im engeren Sinne. Die  nominelle Bezeichnung von Constellation und Congress als 36-Kanonen-Fregatten ist ebensol willkürlich wie jene der großen Fregatten als 44-Kanonen-Schiffe: beide Klassen führten eine deutlich größere Anzahl an Geschützen.  Irritierenderweise wurde ausgerechnet das kleinste der Schiffe, die Chesapeake, auch gelegentlich als "44er" bezeichnet. 

Constellation

Die ebenfalls von Humphreys entworfene Constellation lief am 7. September 1797 in Baltimore vom Stapel.   USS Constellation, Antoine Roux (PEM)Obwohl deutlich kleiner als die 44er, war dieser Entwurf immer noch weit größer als die europäischen Standardfregatten. Zunächst führte das Schiff eine schwere Batterie von 24-Pfündern, die später jedoch durch 18-Pfünder ersetzt wurden. Constellation stellte unter Kapitän Thomas Truxtun in Dienst und errang mit dem Sieg über die französische Fregatte Insurgente den ersten bemerkenswerten Erfolg der sechs neuen US-Fregatten. Während des Krieges von 1812 blieb Constellation, durch britische Geschwader blockiert, meistenteils untätig.  Die Fregatte wurde in den 1850er Jahren abgewrackt. Während der Abbruch noch nicht vollzogen war, wurde bereits der Bau einer neuen Constellation begonnen, einer Sloop (Stapellauf 1854). Dieser Umstand hat für einige Verwirrung gesorgt, so daß von einigen noch bis heute die irrige Auffassung vertreten wird, diese Sloop sei tatsächlich die reparierte Fregatte von 1797. Die Sloop Constellation von 1854 befindet sich restauriert in Baltimore.   

Congress 

Congress wurde am 15. August 1799 in Portsmouth, New Hampshire, fertiggestellt.   Es war ein Schwesterschiff der Constellation. Während des ersten Einsatzes erwies sich ihre Takelage als derart schlecht, daß sie während eines Sturms, den USS Essex ohne Schäden überstand, vollständig entmastet wurde. Das Schiff scheint insgesamt kein besonders schneller Segler gewesen zu sein. Während des Krieges von 1812 konnte Congress einige Handelsschiffe kapern, lag aber während des letzen Kriegsjahrs blockiert im Hafen. Letztmalig wurde die Fregatte 1820-1824 in den atkiven Dienst gestellt und 1834 abgebrochen. 

Chesapeake

Chesapeake lief im Dezember 1799 vom Stapel. Ursprünglich war beabsichtigt, im Gorport Navy Yard einen weiteren großen 44er zu bauen, aber das Konzept der schweren Fregatten hatte auch Gegner, die sich hier durchsetzten. Chesapeake wurde auch nicht als weiteres Exepmlar des kleineren Modells der Humphreys-Fregatten gebaut (also nicht als Schwesterschiff von Constellation & Congress), sondern eine Fregatte mit einer Hauptbewaffnung von 18-Pfündern nach Rissen von Josiah Fox. Das Schiff war nicht wesentlich größer als europäische 18-Pfünder-Fregatten.  Bekannt wurde die Fregatte durch zwei unerfreuliche Vorfälle: HMS Leopard zwang die unter Kapitän Barron segelnde Chesapeake 1807 gewaltsam, sich nach britischen Deserteuren durchsuchen zu lassen. Das Ereignis wurde als  die Chesapeake - Leopard - Affäre bekannt und war eines der Ereignisse, die zum Krieg von 1812 führten.  Während des Krieges schließlich erlitt die nun von Kapitän Lawrence kommandierte Fregatte in einem wenig mehr als zehn Minuten andauernden, aber extrem blutigen Gefecht eine verheerende Niederlage gegen die gleich starke britische Shannon unter Philip Broke und mußte die Flagge streichen. 

 

Literatur

Grundlage für die kurze Darstellung hier sind Howard Chapelle, History of the American Sailing Navy, und Donald Canney, Sailing Warships of the U.S. Navy.  

 

Literatur

 

Die folgende Auflistung nennt die wichtigste Literatur, die bei der Erstellung dieser Seiten hier benutzt wurde. 

Ein für die Betrachtung der Schiffe der Constitution-Klasse wohl kaum verzichtbares Buch ist Donald  Canneys "Sailing Warhips".  Nach wie vor wichtig, obgleich der Leser oft mit unbelegten Thesen konfrontiert wird, ist Howard Chapelles "History of the American Sailing Navy" (1949). Eine gute Konstrastlektüre dazu ist das zuerst genannte Buch. Karl Heinz Marquardt bietet in senem Band über die Constitution einen guten historischen Überblick. Die zeichnerische Rekonstruktion des Schiffs beinhaltet viele interessante Aspekte, ist aber, wie der Autor auch betont, nicht ultimativ und in vielen Punkten zu diskutieren. Die detaillierte Geschichte der Constitution wird von T. G. Martin, einem ehemaligen Kommandanten des Schifffs in den 1970er Jahren, in "A most fortunate ship" sehr gut lesbar dargestellt. Obwohl über den Bau und die ursprüngliche Konstuktion der Fregatte in diesem Buch nicht sehr viel gesagt wird, enthält das Buch sehr wichtige Hinweise zu Umbauten und Änderungen der Ausrüstung.

 

 

Böndel,  Dirk: Entstehung, Entwicklung, Dokumentation und Vergleich der Achtzehnpfünder-Fregatten aus Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika, Berlin 2004.  

Brodine, Charles E; Crawford, Michael J.; Hughes, Christine F.: Interpreting Old Ironsides. An Illustrated Guide to USS Constitution, Naval Historical Center 2007. 

Canney, Donald: Sailing Warships of the US Navy.  Naval Institute Press, Maryland 2001.  

Chapelle, Howard: History of the American Sailing Navy. The Ships and Their Development.  Bonanza Books, New York 1949.

Chapelle, Howard: History of American Sailing Ships. Bonanza Books, New York 1937.

Gardiner, Robert: Frigates of the Napoleonic Wars. Chatham Publishing 2006. 

Gardiner, Robert: The Frigate. In: Robert Gardiner (Hrsg.), The Line of Battle. The Sailing Warship 1650 - 1840, Conway Maritime Press 2004, S. 27-45.  

Gardiner, Robert: The Frigate in 1815. In: Andrew Lambert, Trincomalee. The last of Nelson's Frigates, Naval institute Press 2002, S. 12 - 27.

Gardiner, Robert (Hrsg.): The Naval War of 1812, Chatham Publishing 1998.  

Gilkerson, William: Wind-borne Once More. The U.S.S. Constitution sails again. In: Wooden Boat No 139, November/December 1997, S. 48-59.

Gillmer, Thomas C.: Old Ironsides. The Rise, Decline and Resurrection of the USS Constitution. International Marine, 1997.

Hollis, Ira N.:  The Frigate Constitution. The Central Figure of the Navy under Sail. Riverside Press, Sonston 1900.

James, William: A full and correct Account of the  chief naval Occurences of the late War between Great Britain and the United States of America, London 1817. 

James, William  The Naval History of Great Britain 1793 - 1827, Vol. VI.

Lowrie, Walter, Franklin Walter S. (Hrsg.): American State Papers. Naval Affairs Vol. I, Washington 1834.  

Lundeberg, Philip K.: U.S.S. Constitution. "Old Ironsides" 1797, in: Joseph Jobe, Der Segelschiffe große Zeit, Delius Klasing 1998, S. 153 - 158.  

Marquardt, Karl Heinz: The 44-Gun Frigate USS Constitution. "Old Ironsides". Naval Institute Press 2005.

Marquardt, Karl Heinz: "Old Ironside" [sic].  Die vielen Gesichter der USS Constitution, in: Das Logbuch, 46. Jg. 2010 H.2, S. 71-80. 

Martin, Tyrone G.: A most fortunate Ship. A Narrative History of Old Ironsides. Naval Institution Press 2003. 

Martin, Tyrone G.: Constitution's Wartime Batteries. In: The War of 1812 Magazine 3, June 2006. 

Padfield, Peter: Waffen auf See. Delius Klasing, o.J. (engl. Originalausgabe 1973).  

Peters, Richard (Hrsg.):  Public Statutes at Large of the United States of America Vol. I., Boston 1845.

Roosevelt, Theodore: The Naval War of 1812, or the History of  the United States Navy during the last war with Great Britain.

Sessions, Ralph: William Rush and the American Figurehead. In: Magazine Antiques, Nov. 2005.

Silverstone,  Paul H.: The Sailing Navy 1775-1854 (The U.S. Navy Warship Series), Routledge 2006.

Toll, Ian W., Six Frigates: The Epic History of the Founding of the U.S. Navy.  W. W. Norton 2006. 

Tucker, Spencer, Arming the Fleet:  Navy Ordnance in the Muzzle-Loading Era. Naval Institute Press, Annapolis 1989. 

 

                                                                

 

 

Gefechte

Puerto Plata (März 1800)

Im Frühjahr des Jahres 1800 versah die Constitution Dienst im karibischen Meer. Ihre Aufgabe war der Schutz von amerikanischen Händlern gegen französische Freibeuter. Im Hafen von Puerto Plata, an der Nordküste von Hispaniola gelegen, entdeckte Captain Talbot das ehemalige britische Paketboot Sandwich, welches jetzt unter französischer Flagge fuhr.

Geschützt durch die Kanonen am Hafen, wäre ein direkter Angriff der Constitution mit großen Opfern verbunden gewesen. Daher entschloss sich Talbot zu einer List. Auf der kurz zuvor aufgebrachten Sloop Sally, segelte ein Enterkommando der Constitution in den Hafen und eroberte die Sandwich.

Tripolis (August 1804)

Im September 1803 stieß die Constitution als Flaggschiff unter Komodore Edward Preble zum amerikanischen Mittelmeergeschwader. Ihre Mission war der Schutz von amerikanischen Schiffen gegen nordafrikanische Piraten. Im August 1804 waren genug Schiffe der Navy anwesend, um einen Angriff auf den Hafen von Tripolis durchführen zu können. Zwischen August und Anfang September konnte der befestigte Hafen insgesamt fünfmal angegriffen werden.

Verfolgungsjagd (15. Juli 1812)

USS Constitution wird von fünf Briten verfolgtNachdem die USA 1812 den Krieg gegen England erklärten, verließ die Constitution unter Kapitän Isaac Hull den Hafen von Alexandria (Virginia) mit dem Ziel Annapolis. In New York sollte das Schiff versorgt werden. Vor dem Hafen kreuzte jedoch ein britisches Geschwader. Am 15. Juli 1812 traf die Constitution auf HMS Guerriere, die von Kapitän Dacres kommandiert wurde. Nachdem vier weitere britische Schiffe die Guerriere verstärkten, entschied sich Isaac Hull dem Gefecht auszuweichen. Aufgrund einer Flaute kamen die Schiffe jedoch kaum von der Stelle. Isaac Hull ließ die Boote aussetzen, um die Constitution zu ziehen, und befeuchtete die Segel. Drei Tage jagten die britischen Schiffe die amerikanische Fregatte, dann konnte sich die Constitution in den sicheren Hafen von Boston retten.

HMS Guerriere (19. August 1812)

USS Constitution gegen HMS GuerriereDrei Wochenspäter, am 19. August,  trafen Constitution und Guerriere vor der Küste Neuschottlands wieder aufeinander. Diesmal war das britische Schiff jedoch alleine und es kam zum Gefecht.

Bereits kurz nach dem Beginn des Gefechts fiel der Hauptmast des britischen Schiffs. Infolgedessen konnte die Constitution ihren Gegner leicht ausmanövrieren.

Innerhalb von 20 Minuten wurde HMS Guerriere so schwer beschädigt, dass sie die Flagge streichen musste. Ein englischer Seemann schilderte später seine Eindrücke von der Schlacht und teilte auch mit, dass die Kugeln der Guerriere anscheinend völlig wirkungslos vom Rumpf der Constitution abprallten. Seit diesem Gefecht trug die Constitution ihren Spitznamen "Old Ironsides".

   Breitseitengew.  Besatzung  Tonnage  Verluste
   (Pfund)    (Builder's)  (Tote-Verw.)
U.S.S. Constitution   768  460  1533  7 - 7  
H.M.S. Guerriere  517  244  1092  15 - 63  

HMS Java (29. Dezember 1812)

HMS Java (29. Dezember 1812)Am 29. Dezember 1812 befand sich die Constitution unter Kommado von William Bainbrigde vor der brasilianischen Atlantikküste. Am Morgen wurden Segel am Horizont gesichtet und Bainbridge setzte Kurs um das Ziel zu identifizieren. Das fremde Schiff stellte sich als HMS Java , Kapitän Lambert, heraus. Durch den Verlust der britischen 18-Pfünder-Fregatten durch die Constitution, befahlt die Admiralität, daß die großen amerikanischen Fregatten nur noch von mehreren Schiffen, aber nicht mehr von einzelnen Fregatten angegriffen werden sollten.

  Breitseitengew.   Besatzung  Tonnage Verluste 
   (Pfund)    (Builder's)  (Tote-Verw.)
U.S.S. Constitution   754*1  460 
1533  9  -  25
H.M.S. Java
 535*2  377*3  1073
22  - 102 

 *1 Inclusive einer einzelnen "travelling carronade". *2 Incl. Bootscarronade. *3Passagiere inbegriffen. 

HMS Cyane und HMS Levant (20. Februar 1815)

Am 20. Februar 1815, drei Tage nachdem die Feindseligkeiten offiziell eingestellt wurden, traf die Constitution bei Madeira auf die beiden britischen Schiffe Levant, 20 Geschütze, und Cyane, 22 Geschütze. Obwohl den Briten bekannt war, daß es sich bei dem amerikanischen Schiff um die Constitution handelte, entschloß sich Kapitän Douglas von der Levant als ranghöherer Offiziert, sich zum Gefecht zu stellen, um ene mögliche Gefahr für einen in der Nähe befindlichen Konvoi abzuwenden. Die Hoffnung, gegen die Constitution durch geschicktes Manövrieren etwas auszurichten, zerschlug sich aufgrund er besseren Segeleigenschaften der amerikanischen Fregatte. Es gelang der Constitution erst die Cyane und danach die Levant schwer zu beschädigen und zur Kapitulation zu bringen. Am 11. März sichtete ein britisches Geschwader die Constitution und ihre beiden Prisen. Die Levant wurde durch die Briten zurückerobert, Constitution und Cyane entkamen. Die Cyane wurde unter ihrem alten Namen in die amerikanische Marine übernommen. 

  Breitseitengewicht  Besatzung  Tonnage   Verluste
   (Pfund)    (Builder's)  (Tote-Verw.)
U.S.S. Constitution     469  1533  6 -  6
H.M.S. Cyane
   171    6 - 13
H.M.S. Levant     131    6 - 15

 

H. N. Gambrill (3. November 1853)

1853 war die Constitution das Flaggschiff von Kommodere Isaac Mayos Afrikageschwader. Die Constitution fuhr vor der afrikanischen Küste und hielt nach Sklavenhändlern Ausschau.  Am 3. November sichtete man die Segel des Schooners H. N. Gambrill. Der Schooner war die letzte Prise der USS Constitution.
 

Old Ironsides 

Ay, tear her tattered ensign down!
    Long has it waved on high,
And many an eye has danced to see
    That banner in the sky;
Beneath it rung the battle shout,
    And burst the cannon's roar;
The meteor of the ocean air
    Shall sweep the clouds no more.

Her deck, once red with heroes' blood,
    Where knelt the vanquished foe,
When winds were hurrying o'er the flood,
    And waves were white below,
No more shall feel the victor's tread,
    Or know the conquered knee;
The harpies of the shore shall pluck
    The eagle of the sea!

Oh, better that her shattered bulk
    Should sink beneath the wave;
Her thunders shook the mighty deep,
    And there should be her grave;
Nail to the mast her holy flag,
    Set every threadbare sail,
And give her to the god of storms,
    The lightning and the gale!

(Oliver Wendell Holmes)

Literatur  

Tyrone Martin: A Most Fortunate Ship.

Robert Gardiner: The Naval War of 1812.  

U.S.S. CONSTITUTION

The Yankee Tar

"March 1, 1826. U. S. Frigate Constitution,
DEAR GEORGE,
I belong now to the "crack ship," as she is called; which means among ships, what the nice, tidy, fashionable gentleman is among men. She has been on the station longest, and is in fine order: every part is under excellent regulation; her crew are thoroughly disciplined, and her officers well trained. (...) She is the old Constitution: she was built at Boston, in 1797, and has probably sailed more than any other ship ever did; for she has been almost constantly on service. She is to our navy, what the first efforts of artists sometimes are; efforts which they look back to, with surprise, but cannot reach again (...)" 1

Als George Jones seine Eindrücke von der Constitution so überschwänglich aufschrieb, besaß das Schiff bereits einen legendären Status. Mit fast dreißig Jahren  war die Constitution längst ein  bewährter Veteran der noch jungen U.S-.-Marine. Aber sie sollte ihren aktiven Marinedienst erst 1855 beenden und ist heute eines von wenigen intakten Exemplaren aus der Zeit der Segelkriegsschiffe.   

Während ihre ebenfalls noch existierenden zeitgenössischen britischen Fregatten Trincomalee (1817) und Unicorn (1824) vielleicht insofern interessanter sind, als daß ihre Rümpfe noch zu einem weit höheren Anteil aus altem Material bestehen, hat wohl nur das ebenfalls britische Linienschiff Victory (1765) eine ähnlich herausragende Rolle für sein Land gespielt.  

Diese Seiten hier sollen allen Interessierten als eine deutschsprachige Einführung und Orientierung zum Thema dienen.  Der Schwerpunkt soll hierbei allerdings weniger auf den illustren Taten liegen, als auf dem Schiff selbst, seiner Beschaffenheit und seiner Bedeutung im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Schiffen. 

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen dieser Seiten und würden und über Rückmeldungen und Anregungen z.B. im Forum von Line of Battle sehr freuen.  

Auch die Constitution wurde nicht an einem Tag erbaut! Dementsprechend wächst diese Seite in der Zukunft stetig weiter. Wenn Ihr Ideen oder Ergänzungen habt, dann meldet Euch einfach im Forum!

 

 

Anmerkung 

1 George Jones, Sketches of Naval Life, S. 91. Jones diente 1826 im Mittelmeer als Lehrer auf der Fregatte Brandywine. Kurzzeitig befand er sich auch auf der Constitution. Das Zitat findet sich, etwas umfassender,  im Verzeichnis "Quellen".